Irène Schweizer ist 1941 in Schaffhausen geboren. Seit ihrem zwölften Lebensjahr spielt sie Klavier. Sie hat sich mit allen Richtungen des Jazz bis hin zur frei improvisierten Musik auseinandergesetzt. Ohne einem stilistischen Abgrenzungszwang zu unterliegen, verwendet sie in ihrer Musik die Elemente der bald hundertjährigen Jazzgeschichte.
Ihre Kunst reflektiert, unter Einbezug folkloristischer Einflüsse, die musikalische Entwicklung vom Ragtime bis zu Cecil Tayler, welche sie vielleicht am meisten beeinflusst hat. Konsequent sucht und verfolgt sie ihren Weg. Sie hat nun längst zu ihrer eigenen Sprache in der Musik gefunden. Irène Schweizer spielt als Solistin als auch in den verschiedensten Formationen zusammen mit bedeutenden Musikerinnen und Musikern. Sie war bis 1993 Mitorganisatorin bei "Fabrikjazz" Zürich und beim Festival "Taktlos". 1990 erhielt sie den Kunstpreis der Stadt Schaffhausen, 1991 den Kunstpreis der Stadt Zürich und 1995 einen Werkauftrag des Kanton Zürich. Irène Schweizer zählt zu den prägnantesten Stimmen der improvisierten Musik Europas. Eine Vielzahl von Aufnahmen dokumentieren ihr Werk.